Meisterwerke zum Scrollen und Wischen, versehen mit vielen unterhaltsamen Fakten, die man noch nicht über  Kunst aus dem 14. Bis 18. Jahrhundert wusste – das bietet die Alte Pinakothek auf Google Arts and Culture an. erfahren. Das Münchener Museum stellt großzügig animierte Gemälde-Touren, kleine Videos und Panorama-Ansichten zur Verfügung.

Besonders unterhaltsam und lehrreich sind die Touren durch Gemälde – was man wörtlich nehmen darf. Denn in kurzen Erzähleinheiten, durch die man mit Scrollen oder Wischen blättert, springt der Betrachter hinein in Details eines Werkes wie Rubens‘ „Das Große Jüngste Gericht“ und erhält dabei mit kurzen Texteinblendungen Informationen zum Bildaufbau, zur Technik, zur Aussage oder Geschichte des Werkes. So entsteht ein echter Mehrwert. Manchmal ergänzen kurze Videos, die sogenannte „Kunstminute“ mit einem Statement eines Fachmannes oder einer Fachfrau die Touren und geben Denkanstöße.

Auch die Pinakothek als physisches Gebäude ist im Online-Angebot zugänglich: Mithilfe von 360-Grad-Ansichten kann man sich in insgesamt 12 Räumen für italienische, flämische, holländische, französische und andere Malerei umschauen. Widersinnigerweise schafft es aber gerade dieses Schweben als körperloser Geist im digitalen Rundum-Bild nicht, den realen Besuch zu ersetzen. Etwas mehr bieten fünf „Virtual-Reality-Rundgänge“, für die man allerdings die App von Google Arts and Culture auf Smartphone oder Tablet installieren muss.

Text und Foto: Katrin Poese (Gemälde aus dem Angebot der Pinakothek bei Google Arts and Culture

Category: Blog, Schreibarbeiten