Welche Auswirkungen hat Musikhören auf das Wohlbefinden? Kann es auch krank machen? Warum müssen Berufsmusiker:innen ähnliche Belastungen aushalten wie Leistungssportler:innen? Wie kann man Schäden vorbeugen?

In diesem Lektüreseminar lesen und diskutieren wir Primär- und Sekundärliteratur. Sie ist für alle interessant, die sich später beruflich mit Musik befassen werden – egal ob pädagogisch oder in anderen Berufsfeldern. Wir beleuchten das Thema „Musik und Gesundheit“ sowohl aus der Perspektive der Konsument:innen, als auch aus Sicht von professionellen Interpret:innen und Laienmusiker:innen.

Dabei geht es um Phänomene wie Stimmungsregulierung, gesundheitliche Effekte von Chorsingen, physiologische Probleme und Gefahren von Fehlhaltungen bei Profis und Laien, Lampenfieber oder Gehörschäden. Außerdem grenzen wir das Thema hin zum großen Feld der Musiktherapie und Musikmedizin ab und gewinnen auch dort einen Überblick über Forschungsthemen.

Möglicher Seminarplan:

  1. Das Forschungsfeld Musik und Wohlbefinden – ein Überblick
  2. Musik und Medizin – ein Überblick der Disziplinen und Arbeitsfelder
  3. Musik als Auslöser starker Emotionen
  4. Stimmungsregulation durch Musik
  5. Kann Musik auch krank machen? (Die These „bestimmte Musikgenres führen zu problematischem Verhalten“)
  6. Gehörschäden durch Musik
  7. Gesundheitliche Aspekte des Laiensingens
  8. Was Profimusiker:innen leisten müssen: Wie funktioniert die Motorik beim Musizieren?
  9. Hirnphysiologische Grundlagen der Sensomotorik bei Musiker:innen
  10. Die fokale Musikerdystonie
  11. Lampenfieber und Aufführungsangst
  12. Prävention und Pädagogik: Mentale Aspekte
  13. Prävention und Pädagogik: Physiologische Aspekte

 

Referenzen:

Lehrauftrag Im Sommersemester 2020 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

Die Dozentin hat einen Master-Abschluss in Musikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Systematische Musikwissenschaft/Musikpsychologie (M.A. Musikforschung und Musikvermittlung, HMTM Hannover)

 

Foto: Vinzent Weinbeer auf Pixabay